Da ich am 25. Januar eine unverschiebbare Klausur schreiben muss, habe ich mich am Donnerstag morgen wieder auf den Weg nach Deutschland gemacht. Das bedeutete mal wieder um 4:30 Uhr aufstehen, an die Bushaltestelle gehen, mit dem Bus eine Stunde nach Dublin fahren, von da nach Frankfurt Hahn fliegen und noch eine Stunde bei leichtem Schneefall mit dem Bus nach Trier. Gesamtdauer ca. 8,5 Stunden.
Da ich von Donnerstag bis Dienstag wieder im Lande bin, konnte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, Freitag Abend in mein vorerst letztes Lacrosse Training zu gehen. Natürlich durfte dabei mein Geschwindigkeitsmesser nicht fehlen. Kurz gesagt, es wurden neue Bestmarken aufgestellt und endlich habe ich die Liga der Dreistelligkeit erreicht. 109 km/h sind es geworden und ich muss zugeben, ich bin ein bisschen stolz :)
Mit dem heutigen Training verabschiede ich mich nun von meiner Lacrosse-Mannschaft für die nächsten vier Monate. Trainiert fleißig und macht mich am nächsten Karl-Marx-Cup stolz :)
LEGIONÄRE!!!
Mein erster Schultag
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Maximilian Claus
on Dienstag, 19. Januar 2010
Wie ihr euch denken könnt geht es hier um meinen ersten Tag am DkIT und nicht um die Gefühle eines aufgeregten 7-jährigen mit einer Art Piniata in Kegelform in der Hand. Da ich letzten Freitag leider noch nicht den Stundenplan für meinen Studiengang bekommen konnte, war ich gestern morgen pünktlich um 9 Uhr, ja hier beginnen die Kurse frühestens um neun, am Sekretariat des Engineering Departments und wartete geduldig bis mein Studiengang aufgerufen wurde.
Der Stundenplan sagte mir, dass ich noch zwei Stunden Pause bis zur ersten Vorlesung hatte. Also machte ich mich schon einmal auf die Suche nach dem Raum. Diesen zu finden war schwieriger als gedacht. Es gibt nämlich keinen direkten Zugang, sondern man muss zuerst in den ersten Stock und von dort gibt es eine Treppe runter. Das gemeine ist, dass der Raum nicht ausgeschildert ist. Obacht also wenn ihr den Raum W116 im Engineering Department sucht.
Meine Kommilitonen sind allesamt Iren. Die Kommunikation ist trotz englischer Sprache nicht immer einfach, denn Iren haben einen Hang dazu, sehr schnell zu sprechen und zu nuscheln. Die Dozenten sind aber größtenteils gut verständlich. Im Gegensatz zu Deutschland ergibt sich die Note der Vorlesungen nicht alleine aus einer Klausur, sondern teilweise auch aus den so genannten Continuous Assessment. Das sind Ausarbeitungen, die man während des Semesters schreibt und abgibt und die in der Regel 30% Prozent der Endnote ausmachen. Mein erstes CA ist am 28.1. fällig. Mal sehen wie gut das mit meiner Klausur am 25.1. zusammen passt.
Der Stundenplan sagte mir, dass ich noch zwei Stunden Pause bis zur ersten Vorlesung hatte. Also machte ich mich schon einmal auf die Suche nach dem Raum. Diesen zu finden war schwieriger als gedacht. Es gibt nämlich keinen direkten Zugang, sondern man muss zuerst in den ersten Stock und von dort gibt es eine Treppe runter. Das gemeine ist, dass der Raum nicht ausgeschildert ist. Obacht also wenn ihr den Raum W116 im Engineering Department sucht.
Meine Kommilitonen sind allesamt Iren. Die Kommunikation ist trotz englischer Sprache nicht immer einfach, denn Iren haben einen Hang dazu, sehr schnell zu sprechen und zu nuscheln. Die Dozenten sind aber größtenteils gut verständlich. Im Gegensatz zu Deutschland ergibt sich die Note der Vorlesungen nicht alleine aus einer Klausur, sondern teilweise auch aus den so genannten Continuous Assessment. Das sind Ausarbeitungen, die man während des Semesters schreibt und abgibt und die in der Regel 30% Prozent der Endnote ausmachen. Mein erstes CA ist am 28.1. fällig. Mal sehen wie gut das mit meiner Klausur am 25.1. zusammen passt.
Bis(s) zum heutigen Tag ;)
Eingestellt von
Maximilian Claus
on Sonntag, 17. Januar 2010
Es sind nun ein paar Tage seit meinem letzten Post vergangen und ich will euch natürlich nicht vorenthalten, wie es mir in der Zwischenzeit ergangen ist. Nach dem Einführungstag am Mittwoch gab es am Donnerstag eine sensationelle Schnipsel-Jagd, bei der wir ca. 8km kreuz und quer durch die Stadt laufen durften.
Als das überstanden war, stand etwas Erholung auf meinem Terminkalender und ich habe den Tag mit rumsitzen/-liegen verbracht, bis es Abends mit den anderen ERASMUS Leuten wieder in ein Pub ging.
Für die meisten ERASMUS Studenten stand am Freitag ein Treffen mit dem "Head of Department" ihres Fachbereichs an. Eigentlich für alle... außer für mich. Ein zufälliges Treffen mit Daniel O'Brian, meinem Head of Department, am Donnerstag hatte ergeben, dass er nicht wirklich viel mit mir zu tun haben wird und jemand anderes für mich zuständig sein wird. Am Freitag machte ich mich also auf, um zumindest meinen Stundenplan für die nächste Woche (Vorlesungsbeginn) abzuholen. Ich konnte noch gerade zur Tür des Sekretariats hereinschlüpfen, bevor die Mittagspause begonnen hätte und musste erfahren, dass der Stundenplan leider erst Montag fertig sein wird. Nun werde ich mich wohl überraschen lassen müssen, was auf mich zu kommt.
Später am Tag habe ich mir ein gebrauchtes Fahrrad für 55€ und ein Fahrradschloss (mit 5! Schlüsseln) für 10€ gegönnt, damit ich den Kilometer zum DkIT nicht immer zu Fuß zurücklegen muss. Der Tag wurde mit einer kleinen Zimmerparty mit allen ERASMUS Studenten gekrönt und dann freute ich mich auf den ersten Tag richtig ausschlafen!
Leider bin ich um 9 Uhr aufgewacht und war unfähig wieder einzuschlafen. So viel zum Thema ausschlafen. Nun ja, nach sehr gemütlichem Aufstehen und Duschen in meinem Kühlschrank, der sich Badezimmer nennt, wurde zusammen mit Daniel und Jan, zwei deutschen ERASMUS Studenten, gekocht und gegessen.
Im Laufe des Tages kamen auch meine beiden deutschen Mitbewohner an, die mich ab heute wohl zu den meisten ERASMUS Feiern begleiten werden :)
Ihr werdet es erahnen können, die erste Gelegenheit folgte auf dem Fuße und es ging in der typischen Kombination zu erst auf eine Zimmerparty und danach ins Brubakers Pub.
Eines muss an dieser Stelle einmal dringend gesagt werden: Das beste am Aufenthalt in Irland sind bis jetzt eindeutig die anderen ERASMUS Leute. Seit Mittwoch gab es noch keinen Abend, an dem sich nicht ein Großteil der Gruppe getroffen und ein wenig gefeiert hat. Ich hoffe es geht so weiter ;)
Als das überstanden war, stand etwas Erholung auf meinem Terminkalender und ich habe den Tag mit rumsitzen/-liegen verbracht, bis es Abends mit den anderen ERASMUS Leuten wieder in ein Pub ging.
Für die meisten ERASMUS Studenten stand am Freitag ein Treffen mit dem "Head of Department" ihres Fachbereichs an. Eigentlich für alle... außer für mich. Ein zufälliges Treffen mit Daniel O'Brian, meinem Head of Department, am Donnerstag hatte ergeben, dass er nicht wirklich viel mit mir zu tun haben wird und jemand anderes für mich zuständig sein wird. Am Freitag machte ich mich also auf, um zumindest meinen Stundenplan für die nächste Woche (Vorlesungsbeginn) abzuholen. Ich konnte noch gerade zur Tür des Sekretariats hereinschlüpfen, bevor die Mittagspause begonnen hätte und musste erfahren, dass der Stundenplan leider erst Montag fertig sein wird. Nun werde ich mich wohl überraschen lassen müssen, was auf mich zu kommt.
Später am Tag habe ich mir ein gebrauchtes Fahrrad für 55€ und ein Fahrradschloss (mit 5! Schlüsseln) für 10€ gegönnt, damit ich den Kilometer zum DkIT nicht immer zu Fuß zurücklegen muss. Der Tag wurde mit einer kleinen Zimmerparty mit allen ERASMUS Studenten gekrönt und dann freute ich mich auf den ersten Tag richtig ausschlafen!
Leider bin ich um 9 Uhr aufgewacht und war unfähig wieder einzuschlafen. So viel zum Thema ausschlafen. Nun ja, nach sehr gemütlichem Aufstehen und Duschen in meinem Kühlschrank, der sich Badezimmer nennt, wurde zusammen mit Daniel und Jan, zwei deutschen ERASMUS Studenten, gekocht und gegessen.
Im Laufe des Tages kamen auch meine beiden deutschen Mitbewohner an, die mich ab heute wohl zu den meisten ERASMUS Feiern begleiten werden :)
Ihr werdet es erahnen können, die erste Gelegenheit folgte auf dem Fuße und es ging in der typischen Kombination zu erst auf eine Zimmerparty und danach ins Brubakers Pub.
Eines muss an dieser Stelle einmal dringend gesagt werden: Das beste am Aufenthalt in Irland sind bis jetzt eindeutig die anderen ERASMUS Leute. Seit Mittwoch gab es noch keinen Abend, an dem sich nicht ein Großteil der Gruppe getroffen und ein wenig gefeiert hat. Ich hoffe es geht so weiter ;)
Introduction Day
Eingestellt von
Maximilian Claus
on Mittwoch, 13. Januar 2010
Nachdem mich Andrey gestern Abend und 22:00 Uhr noch einmal aus dem Schlaf gerissen hat um ein paar Teller und Gläser einzusammeln stand er heute morgen wieder mit einem Heizungsmann in der Tür als ich gerade duschen wollte. Das soll jetzt nicht negativ klingen, denn ich bin echt froh, dass jemand sich bemüht die Bude in Schuss zu halten.
Auf dem Weg zum DkIT habe ich ein paar französische ERASMUS Studenten getroffen, denen ich mich angeschlossen habe. Nach dem ersten Zusammentreffen an der Rezeption habe ich mich sofort zu den anderen 4 deutschen Studenten gesellt und es ging in einen Raum zur Begrüßung. Als eine der ersten Handlungen bekamen wir ein willkommens-Päckchen, in dem neben Anmeldeformularen auch eine irische O2 SIM Karte war. Einfach für jeden eine geschenkt. Daumen hoch dafür!
Den Rest des Vormittages haben wir mit hin und herlaufen verbracht und ich habe herausgefunden, dass ich wohl der einzige Elektrotechniker aus dem Ausland bin. Dann habe ich ein selten schlechtes Sandwich für 2,90€!! in der Kantine gegessen. Danach ging es wieder an das hin und her laufen. Nach ca. fünfeinhalb Stunden war ich wieder in meinem Appartment und im Besitz einer Student ID Card.
Gleich danach ging es mit einigen anderen ERASMUS Studenten in die Stadt um ein paar Pubs kennen zu lernen. Da meine letzte Begegnung mit Guiness schon gut 9 Jahre zurück liegt wollte ich dem irischen Nationalbier noch einmal eine Chance geben. Nach einem Schluck stand dann fest: das Schmeckt wie Sojasoße im Bier! und ich werde mich damit kaum anfreunden können. Die Hälfte meines Guiness ging an meinen Nebenmann und nach einem Carlsberg bin ich auf Cola umgestiegen. Vielleicht komme ich irgendwann dazu, etwas näher auf die Pubs einzugehen, aber ich weiß nicht, ob ich jemals Muße dafür finden werde. Lange Rede kurzer Sinn: Ich sitze wieder in meinem kalten, wenn auch nicht mehr ganz so kaltem, Zimmer auf dem Bett und jetzt wird geschlafen.
Auf dem Weg zum DkIT habe ich ein paar französische ERASMUS Studenten getroffen, denen ich mich angeschlossen habe. Nach dem ersten Zusammentreffen an der Rezeption habe ich mich sofort zu den anderen 4 deutschen Studenten gesellt und es ging in einen Raum zur Begrüßung. Als eine der ersten Handlungen bekamen wir ein willkommens-Päckchen, in dem neben Anmeldeformularen auch eine irische O2 SIM Karte war. Einfach für jeden eine geschenkt. Daumen hoch dafür!
Den Rest des Vormittages haben wir mit hin und herlaufen verbracht und ich habe herausgefunden, dass ich wohl der einzige Elektrotechniker aus dem Ausland bin. Dann habe ich ein selten schlechtes Sandwich für 2,90€!! in der Kantine gegessen. Danach ging es wieder an das hin und her laufen. Nach ca. fünfeinhalb Stunden war ich wieder in meinem Appartment und im Besitz einer Student ID Card.
Gleich danach ging es mit einigen anderen ERASMUS Studenten in die Stadt um ein paar Pubs kennen zu lernen. Da meine letzte Begegnung mit Guiness schon gut 9 Jahre zurück liegt wollte ich dem irischen Nationalbier noch einmal eine Chance geben. Nach einem Schluck stand dann fest: das Schmeckt wie Sojasoße im Bier! und ich werde mich damit kaum anfreunden können. Die Hälfte meines Guiness ging an meinen Nebenmann und nach einem Carlsberg bin ich auf Cola umgestiegen. Vielleicht komme ich irgendwann dazu, etwas näher auf die Pubs einzugehen, aber ich weiß nicht, ob ich jemals Muße dafür finden werde. Lange Rede kurzer Sinn: Ich sitze wieder in meinem kalten, wenn auch nicht mehr ganz so kaltem, Zimmer auf dem Bett und jetzt wird geschlafen.
Der Aufbruch in eine neue Welt
Eingestellt von
Maximilian Claus
on Dienstag, 12. Januar 2010
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Nun ist es also so weit. Nach zeitintensivem Packen und Umpacken von einem in den anderen Koffer und dann in meinen Rucksack war ich mit meinen Vorbereitungen für die Reise nach Irland fertig und bin ins Bett. Für ungefähr drei Stunden. Um 3:10 Uhr nachts klingelte mein Wecker und es ging zum 4:00 Uhr flibco Bus. Während der Fahrt zum Flughafen Hahn habe ich eine halbe Stunde schlaf finden können und danach, am Flughafen, nur noch Langeweile. Zur Sicherheit war ich gut zwei Stunden vor Abflug vor Ort. Allerdings war das Einchecken des Koffer und der Sicherheitscheck nach ungefähr 15 Minuten erledigt. Also hieß es warten... und warten.
Dann kam Bewegung in die Sache und es wurde in das Flugzeug eingecheckt. Im Flugzeug angekommen und niedergelassen sollte es auch gleich losgehen, nach Plan um 7:10. Vor dem Start musste wegen Schneefalls und tiefer Temperaturen aber noch das Flugzeug enteist werden. Also hieß es warten... und warten. Um ca. 8:00 Uhr ging es dann los Richtung Irland. Den Flug und einen Teil der Wartezeit habe ich verschlafen, aber bei der Landung war an Schlaf nicht zu denken. Ich bin ohnehin kein Freund vom Fliegen, erst recht nicht von extrem unruhigen Landeanflügen und dieser war echt unruhig. Nach viel Schütteln und Wackeln schaffte es der Pilot trotzdem das Flugzeug zu landen. Da mein Bus nach Dundalk sowieso eine Stunde nach planmäßiger Ankunft des Fliegers fahren sollte und der Pilot etwas Zeit gutmachen konnte, musste ich lediglich 20 Minuten warten, bis der Eireann Bus mich eingesammelt hat.
Der Busfahrer war so nett, mich in Dundalk zwischen zwei offiziellen Haltestellen an der Mourne View Hall (meinem Studentenwohnheim) abzusetzen. Da ich im Bus ebenfalls etwas geschlafen hatte, hatte ich leider verpasst, 30 Minuten vor der Ankunft bei der Vermietergesellschaft des Wohnheimes anzurufen, damit mir jemand meinen Schlüssel überreichen kann.
Dort angekommen holte ich das nach und der freundliche Mann am anderen Ende der Leitung sagte: "O.K. Andrey will be with you in two minutes". Ohje dachte ich mir, wenn ein Ire so etwas sagt wie "gleich" oder "morgen" meint er damit in der Regel dann wenn er Zeit hat. Nach weniger als zehn Minuten stellte sich aber heraus, dass Andrey, der Hausmeister, gar kein Ire ist, sonder Holländer. Er hat mir dann mein Appartment gezeigt, dass ich mir ab 15. Januar mit drei anderen Leuten teilen werde. Doch bis dahin habe ich sturmfreie Bude! Die Wohnung hat nur einen essenziellen Nachteil: sie ist KALT!!!! und wie kalt... Andrey hat gesagt es dauert mit dem warm werden weil wegen Semesterferien keiner im Haus geheizt hat, aber in ein paar Stunden ist das wieder ok. Nun gut dachte ich mir und nahm alles etwas genauer unter die Lupe. Eigenes Zimmer: wirklich geräumig. Gemeinschaftszimmer mit Küche: sauber, die Mitbewohner haben sogar einige Sachen dazu gekauft. Badezimmer: klein aber sauber und SAUKALT!!! Im Kühlschrank fühlt es sich dagegen beheizt an. Der fiese Deckenventilator bläst nämlich zur Zeit wegen des starken Windes keine Luft nach außen, sondern kalte Luft rein. Gut dachte ich mir, in ein paar Stunden ist ja alles etwas besser und ging erst einmal einkaufen und die Stadt zu Fuß erkunden.
Das erst was auf meiner Liste stand waren Müllbeutel, Bett-, Kissen- und Deckenbezug für die vom Wohnheim gestellte Garnitur. Es gibt eine schöne Mall, das marshes shopping centre. Hier gibt es im Penneys alles was man für den Start braucht. Nachdem ich also rausgefunden hatte was Bettdecke auf Englisch heißt (Duvert) machte ich mich Tüten bewaffnet auf den ca. viertelstündigen Rückweg. In der Wohnung angekommen war ich wirklich überrascht, denn es war KALT!!! Geschafft von der Reise hatte ich ein kleines Schläfchen nötig. Nachdem ich also alles ausgepackt, das Bett bezogen und das viel zu kurze Netzwerkkabel in die Buchse gesteckt hatte legte ich mich ins kalte Bett, mit Jacke, Mütze und Schal. Es war KALT, SAUKALT!. Ich habe mir im Teilschlaf eine Stunde lang den A#!@§ abgefroren. Andrey kam nach einem Anruf mal schauen, aber es war halt nix zu machen. Die Heizkörper liefen so heiß wie sie konnten. Also beschloss ich mir noch eine Decke zuzulegen und dem Ventilator im Badezimmer den Schrecken zu nehmen.
Also wieder zum marshes shopping centre und eine Decke, eine Fliejacke, eine Steppweste und Paketklebeband gekauft. Wieder zuhause angekommen habe ich nach einer heißen Tasse Tee ein Stück Müllbeutel vor den Ventilator geklebt um den Luftstrom zu unterbinden (Foto folgt noch). Nach diesem Tag lege ich mich nun also mit meiner Steppweste in mein noch immer kaltes Bett und versuche nicht zu erfrieren...
Dann kam Bewegung in die Sache und es wurde in das Flugzeug eingecheckt. Im Flugzeug angekommen und niedergelassen sollte es auch gleich losgehen, nach Plan um 7:10. Vor dem Start musste wegen Schneefalls und tiefer Temperaturen aber noch das Flugzeug enteist werden. Also hieß es warten... und warten. Um ca. 8:00 Uhr ging es dann los Richtung Irland. Den Flug und einen Teil der Wartezeit habe ich verschlafen, aber bei der Landung war an Schlaf nicht zu denken. Ich bin ohnehin kein Freund vom Fliegen, erst recht nicht von extrem unruhigen Landeanflügen und dieser war echt unruhig. Nach viel Schütteln und Wackeln schaffte es der Pilot trotzdem das Flugzeug zu landen. Da mein Bus nach Dundalk sowieso eine Stunde nach planmäßiger Ankunft des Fliegers fahren sollte und der Pilot etwas Zeit gutmachen konnte, musste ich lediglich 20 Minuten warten, bis der Eireann Bus mich eingesammelt hat.
Der Busfahrer war so nett, mich in Dundalk zwischen zwei offiziellen Haltestellen an der Mourne View Hall (meinem Studentenwohnheim) abzusetzen. Da ich im Bus ebenfalls etwas geschlafen hatte, hatte ich leider verpasst, 30 Minuten vor der Ankunft bei der Vermietergesellschaft des Wohnheimes anzurufen, damit mir jemand meinen Schlüssel überreichen kann.
Dort angekommen holte ich das nach und der freundliche Mann am anderen Ende der Leitung sagte: "O.K. Andrey will be with you in two minutes". Ohje dachte ich mir, wenn ein Ire so etwas sagt wie "gleich" oder "morgen" meint er damit in der Regel dann wenn er Zeit hat. Nach weniger als zehn Minuten stellte sich aber heraus, dass Andrey, der Hausmeister, gar kein Ire ist, sonder Holländer. Er hat mir dann mein Appartment gezeigt, dass ich mir ab 15. Januar mit drei anderen Leuten teilen werde. Doch bis dahin habe ich sturmfreie Bude! Die Wohnung hat nur einen essenziellen Nachteil: sie ist KALT!!!! und wie kalt... Andrey hat gesagt es dauert mit dem warm werden weil wegen Semesterferien keiner im Haus geheizt hat, aber in ein paar Stunden ist das wieder ok. Nun gut dachte ich mir und nahm alles etwas genauer unter die Lupe. Eigenes Zimmer: wirklich geräumig. Gemeinschaftszimmer mit Küche: sauber, die Mitbewohner haben sogar einige Sachen dazu gekauft. Badezimmer: klein aber sauber und SAUKALT!!! Im Kühlschrank fühlt es sich dagegen beheizt an. Der fiese Deckenventilator bläst nämlich zur Zeit wegen des starken Windes keine Luft nach außen, sondern kalte Luft rein. Gut dachte ich mir, in ein paar Stunden ist ja alles etwas besser und ging erst einmal einkaufen und die Stadt zu Fuß erkunden.
Das erst was auf meiner Liste stand waren Müllbeutel, Bett-, Kissen- und Deckenbezug für die vom Wohnheim gestellte Garnitur. Es gibt eine schöne Mall, das marshes shopping centre. Hier gibt es im Penneys alles was man für den Start braucht. Nachdem ich also rausgefunden hatte was Bettdecke auf Englisch heißt (Duvert) machte ich mich Tüten bewaffnet auf den ca. viertelstündigen Rückweg. In der Wohnung angekommen war ich wirklich überrascht, denn es war KALT!!! Geschafft von der Reise hatte ich ein kleines Schläfchen nötig. Nachdem ich also alles ausgepackt, das Bett bezogen und das viel zu kurze Netzwerkkabel in die Buchse gesteckt hatte legte ich mich ins kalte Bett, mit Jacke, Mütze und Schal. Es war KALT, SAUKALT!. Ich habe mir im Teilschlaf eine Stunde lang den A#!@§ abgefroren. Andrey kam nach einem Anruf mal schauen, aber es war halt nix zu machen. Die Heizkörper liefen so heiß wie sie konnten. Also beschloss ich mir noch eine Decke zuzulegen und dem Ventilator im Badezimmer den Schrecken zu nehmen.
Also wieder zum marshes shopping centre und eine Decke, eine Fliejacke, eine Steppweste und Paketklebeband gekauft. Wieder zuhause angekommen habe ich nach einer heißen Tasse Tee ein Stück Müllbeutel vor den Ventilator geklebt um den Luftstrom zu unterbinden (Foto folgt noch). Nach diesem Tag lege ich mich nun also mit meiner Steppweste in mein noch immer kaltes Bett und versuche nicht zu erfrieren...
An-diE-Technik
Eingestellt von
Maximilian Claus
on Mittwoch, 6. Januar 2010
Es gibt einen neuen Stern am Blogger-Himmel! Der Andi hat heute begonnen, seinen (E-)Technik-Ubuntu-Allesmögliche Blog zu schreiben. Also schaut mal beim An-diE-Technik (es gibt drei Lesarten für den Namen) Blog vorbei.
Der Zahn ist mir gezogen [Update]
Eingestellt von
Maximilian Claus
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Knirsch,
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Ich habe noch einiges, das ich erledigen will bevor ich auf die grüne Insel aufbreche. Eines war der Besuch beim Zahnarzt, damit ich mir keine Sorgen machen muss, in den nächsten vier Monaten im Ausland Zahnschmerzen zu bekommen. Gestern war es dann soweit. Neben etwas Löcherfüllen hat der Zahnarzt allerdings noch etwas entdeckt: einen Weisheitszahn, der mir in spätestens laut Zahnmediziner ein paar Wochen erhebliche Schwierigkeiten bereiten würde. Da hilft nur eins: Raus damit! Also war nach dem Zahnarztbesuch gestern auch noch ein zweiter Termin heute Morgen angesagt. Ein Zahnarzttermin morgens um 7:30, schöner kann ein Tag kaum anfangen...
Ich hatte so meine Bedenken, ob einen Zahn ziehen so kurz vorm Reiseantritt wirklich zu empfehlen ist. Der Zahnarzt meinte: "Das ist kein Problem, der Zahn liegt gut, ist in fünf Minuten gemacht." Fünf Minuten also... na gut, dachte ich mir, ab auf den Stuhl, Mund mit Desinfektionsmittel ausgespühlt und ab geht's. Mit einer Zange und einer Art handzahmer Brechstange etwas gehebelt und gezogen, dann Knirschen und Knacken und zack, war er draußen der kleine Mistkerl und das keine ganze Minute später. Rekordverdächtig. Die Wunde ist nicht sehr groß, Schmerzen nahezu nicht vorhanden und Sport machen (Lacrosse am Freitag) ist wohl auch kein Problem, aber den Geschmack von Blut werde ich wohl auch den Rest des Tages noch im Mund haben.
P.S.: Danke Zahnarzt und bis Freitag zur Nachuntersuchung!
[Update 06.01.2010 18:46] Schmerzen und Fieber sind jetzt da...
Ich hatte so meine Bedenken, ob einen Zahn ziehen so kurz vorm Reiseantritt wirklich zu empfehlen ist. Der Zahnarzt meinte: "Das ist kein Problem, der Zahn liegt gut, ist in fünf Minuten gemacht." Fünf Minuten also... na gut, dachte ich mir, ab auf den Stuhl, Mund mit Desinfektionsmittel ausgespühlt und ab geht's. Mit einer Zange und einer Art handzahmer Brechstange etwas gehebelt und gezogen, dann Knirschen und Knacken und zack, war er draußen der kleine Mistkerl und das keine ganze Minute später. Rekordverdächtig. Die Wunde ist nicht sehr groß, Schmerzen nahezu nicht vorhanden und Sport machen (Lacrosse am Freitag) ist wohl auch kein Problem, aber den Geschmack von Blut werde ich wohl auch den Rest des Tages noch im Mund haben.
P.S.: Danke Zahnarzt und bis Freitag zur Nachuntersuchung!
[Update 06.01.2010 18:46] Schmerzen und Fieber sind jetzt da...
